Du magst mich nicht?

Kraftvolle Tipps für alle, die öffentlich sprechen möchten

Was ist die bekannteste Herausforderung für Redner überall auf der Welt? Für viele ist das Lampenfieber etwas, was sie unter allen Umständen verlieren wollen. Einige haben Angst davor, komplett auf der Bühne zu vergessen, was sie sagen wollten und einen sogenannten Black Out zu haben.

Andere streben danach, dem Publikum zu gefallen. Sie wollen unbedingt gemocht werden und fürchten sich davor, abgelehnt zu werden. Daher ziehen viele Menschen, die nur eines dieser beiden Phänomene erleben, die Schlussfolgerung: Öffentlich zu sprechen – oder auch nur vor einer Gruppe oder in einem Meeting – ist nichts für mich. Es ist so unkomfortabel, dass ich es einfach nicht tun kann.
Was sind die Hürden, die dich davon abhalten, mit Freude auf der Bühne eine Präsentation zu halten oder in einem Business-Meeting deine Ideen anzubringen? Und was würde sich für dich in deinem Leben verändern, wenn dich nichts daran hindern könnte, der Welt deine Botschaft mitzuteilen? Vergiss es, gemocht zu werden.

Wir wissen alle, dass dies leichter gesagt ist als getan, nicht gemocht zu werden. Der Applaus ist das Brot der Künstler – doch verwechseln wir oft, dass der Vortrag oder die Präsentation nichts mit der Person an sich zu tun hat, sondern mit der Art und Weise, wie diese in der Lage ist, mit dem Publikum in Kontakt zu sein.

Wünsche also nicht, dass du gemocht wirst. Lege lieber deinen Fokus darauf, dein Publikum so stark zu beeinflussen, dass die meisten deiner Zuhörer tatsächlich empfangen, was du zu geben hast und dich als inspirierend und energetisierend erinnern. Sei dir bewusst, es spielt keine Rolle, was du tust, einige werden dich mögen andere werde dich nicht mögen. Menschen haben die Neigung, zu vergleichen. Speziell Frauen im Geschäftsleben werden mit anderen Frauen oder mit Männern verglichen. Vielleicht hörst du Kommentare wie: „sie erinnert mich an…“ „Sie ist angezogen wie…“ „sie ist nicht so gut wie … oder sie ist besser als…“

Ehrlich, nichts von dem hat irgendetwas mit dir zu tun. Es ist nur eine interessante Ansicht von anderen Menschen, die eine feste Vorstellung davon haben, wie jemand auftreten sollte – selbst wenn sie nicht den Mut haben, das gleiche zu tun. Du bist nicht vergleichbar, denn du kannst etwas transportieren oder ausdrücken, das niemand sonst kann. Konzentriere dich darauf. Du bist anders als andere und das ist, was zählt.

Content is King – Inhalt ist König

Die Frage ist: welche Art von Inhalt ist König? Heutzutage sagt jeder, dass Storytelling der Schlüssel zum Erfolg ist. Und dann werden Geschichten darüber erzählt, wie großartig und wundervoll der Redner ist und wie sie oder er die Hindernisse überwunden hat. In gewisser Weise liebt das Publikum solche Geschichten, doch sehr häufig hat das Publikum am Ende der Rede nichts, das sie mitnehmen könnten, um ihr eigenes Leben zu verändern.

Der Inhalt, nach dem du sehen solltest, ist, wie deine Botschaft in die Realität deines Publikums passt. Was sind sie in der Lage zu hören? Was ist ihr Problem? Was wollen sie verändern und konnten es bisher nicht, weil sie keine Idee hatten oder kein Gespür dafür, dass es andere Möglichkeiten gibt? Was sind sie bereit zu empfangen?

Du könntest eine Geschichte über das Thema eines deiner Kunden erzählen, der ähnliche Probleme hatte, wie dein Publikum. Erkläre die Schwierigkeiten, wie er gelitten hat, dass er aufgeben wollte und welche Möglichkeiten sich ihm öffneten, als er bereit war, etwas völlig anderes zu probieren. Mache deinen Kunden zu dem Helden und nicht dich selbst. Sei so präzise wie nur möglich darin, wie dein Kunde oder Kollege oder dein Freund sich verändert hat und was er ganz genau tat, um die Komplexität seiner Situation zu meistern, so dass kein Zweifel darüber besteht, dass du ihn durch sein Tief begleitet hast – ohne das überhaupt zu erwähnen.

Der Unterschied in der Vorbereitung

Wer sind die Teilnehmer in deinem Meeting, oder in deinem Publikum? Woher kommen sie? Welchen Hintergrund haben sie? Was ist in ihrer Kultur so allgemeingültig verankert und akzeptiert, dass, wenn du das erwähnen würdest, jeder zustimmen würde? Du solltest mit etwas beginnen, das ein kulturelles Selbstverständnis ist, um ihr JA in ihren Köpfen direkt vom Beginn an zu erhalten.

Welche Position im Geschäftsleben haben sie? Was möchte das Publikum von dir? Es ist völlig gleichgültig, wer sie sind, sie wollen inspiriert werden. Sie wollen neue Ideen bekommen, wie sie besser werden können oder wie sie in ihren Jobs erfolgreicher werden. Finde heraus, welche Worte sie benutzen, damit du in ihrer Sprache sprichst. Bereite dich selbst so gut vor, dass sie das Gefühl haben, du sprichst mit ihnen auf ihrem Niveau wie in einer privaten Unterhaltung zu zweit. Wenn du das machst, wirst du nie wieder gestresst sein oder dir Gedanken darüber machen, dich an bestimmte Dinge zu erinnern zu müssen, die du transportieren möchtest. Es ist eine Art und Weise, alles abzurufen, was im Augenblick für sie notwendig ist, zu hören, in diesem besonderen Moment.

Der Unterschied in den Fragen

Wisse, was du möchtest, was sie nach dem Meeting, der Präsentation oder dem Event tun sollen. Und stelle ihnen eine Menge Fragen während deines Vortrage, wie:
  • Was wirst du anders machen, wenn sie nach diesem Vortrag zurück in ihrem Büro sind?
  • Welches eine Ding könnten sie verändern, wenn sie nach Hause kommen, das, wenn sie es ändern würden, ihr Leben viel leichter machen könnte?
  • Wenn sie diesen Vortrag verlassen, welche Frage würden sie mir gerne stellen, die sie mir auf ein Stück Papier mit ihrer E-Mail Adresse hinterlassen, damit ich sie später in Ruhe beantworten kann? Außerdem integriere auch solche Fragen:
  • Wie würde ihr Leben in fünf Jahren von jetzt an gerechnet sein, wenn sie etwas verändern könnten und auch verändern würden?
  • Was würde uns unser Geschäft sagen, wenn wir unser Geschäft fragen würden, was es gerade jetzt benötigt?
  • Wie würden wir Erfolg in zehn Jahren definieren?
Diese Fragen halten dein Publikum in beständigem inneren Suchen nach neuen Möglichkeiten. Es macht sie lebendig, mehr mit sich selbst verbunden und pro-aktiv. Am Ende der Veranstaltung oder nach deiner Rede werden viele von ihnen sagen, dass du die brillanteste Person bist, die sie jemals getroffen haben. Oder, dass du eine einzige Frage gestellt hast, die alles für sie verändert hat, die ein Türöffner für eine neue Realität wurde. Weißt du eigentlich, dass du dafür keine Power-Point Präsentation brauchst?

Energie ist der Schlüssel

Alles ist Energie. Energie, Raum und Bewusstsein. Deine Energie ist der Schlüssel zum Erfolg. Warum? Jedes Wort, das du sagst, hat unter sich Energie. Und nicht nur das gesprochene Wort beeinflusst das Publikum. Es ist mehr der Ton und die Körpersprache, die zählen. Menschen erinnern nur 7% des Inhaltes. Ungefähr 38% wird durch den Ton deiner Stimme beeinflusst und mehr als 55% macht die Körpersprache aus.

Speziell wenn Frauen nervös sind, wenn sie Lampenfieber haben, haben sie eine sehr hohe Stimme, oder sie sprechen mit einer zu leisen Stimme. Beides könnte als ein Signal verstanden werden, dass sie sich unsicher fühlen oder nicht wirklich zu dem stehen, was sie sprechen.

Was wäre, wenn Lampenfieber lediglich ein Signal für dich sein könnte, dass die begeistert bist, diese Möglichkeit zu haben. Was wäre, wenn Lampenfieber eine völlig normale Reaktion deines Körpers ist, um dir zu zeigen: Ich bin vorbereitet, ich bin präsent, lass uns den Saal rocken! Wenn du deine Ansicht über Lampenfieber ändern könntest, was würde das für dich bedeuten? Stell dir doch mal folgende Fragen:
  • Welche Energie, welcher Raum und welches Bewusstsein kann ich sein, um in völliger Leichtigkeit und mit Spaß einen Vortrag zu halten?
  • Wenn ich mich nicht bewerten würde, mich nicht kontrollieren würde und nicht versuchen würde, andere nachzuahmen, was für ein/e brillanter Redner/Rednerin könnte ich sein?
  • Was kann ich anderes sein oder tun, um mir selbst zu erlauben, in diese Brillanz einzutauchen, die ich wirklich bin?

Raum und Bewusstsein

Warum ist Raum und Bewusstsein in Ergänzung zu Energie so essentiell? Der Raum in dir selbst erlaubt dir, dich mit anderen auf einem anderen Niveau zu verbinden. Du kannst Atemübungen machen, um den Raum in dir zu erleben. Du kannst Yoga oder Meditation üben, um diesen Raum zu erfahren. Wenn du Raum bist, dann hast du keinerlei Widerstand gegenüber dem, was andere Menschen fragen oder über dich sprechen. Du lässt es einfach durch dich hindurch ohne jegliche Anhaftung.

Was könnte noch helfen? Egal was andere sagen, du könntest denken: „interessante Ansicht, dass sie diese Ansicht haben“. Damit befreist du dich selbst von deiner eigenen Bewertung über sie und gleichzeitig von der Bewertung ihrerseits über dich. Das allein könnte schon ein Schlüssel sein, um ruhiger zu werden. Wenn du diesen Satz den ganzen Tag über praktizierst: „interessante Ansicht“ – und zwar in deinem normalen Alltag, dann wirst du mehr Freiheit in allem erleben. Das ist der Raum aller Möglichkeiten.

In diesem Raum gewinnst du mehr Wahrnehmung über alles, was um dich herum geschieht. Du wirst fähig, viel flexibler und leichter in jedem Moment zu agieren oder zu reagieren. Du kannst auf der Bühne gemeinsam mit deinem Publikum lachen. Du könntest ganz spontan jemanden bitten, auf die Bühne zu kommen, um eine kurze Unterhaltung mit dir zu haben. Diese innere Freiheit gibt dir den Zugang zum Bewusstsein. Bewusstsein integriert alles und bewertet nichts. Alles, was du tust, alles, was du erlebst, ist ein Weg zu mehr Wahrnehmung. Es gibt kein richtig und falsch. Es gibt immer nur Wahrnehmung und die Wahl, im nächsten Moment etwas anderes zu sein oder zu tun.

Du magst mich nicht? Interessante Ansicht.

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